30 Jahre Gesellschaft Deutschland-Russland-Dagestan


OLDENBURG/HATTEN – Russisches Flair, russische Folklore und Glückwünsche vom Hamburger Generalkonsulat der Russischen Föderation und vom Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften (BDWO) in Berlin waren der festliche Rahmen der Jubiläumsfeier der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan – Region Oldenburg (GDRD) aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens im Cafè Kurswechsel in Oldenburg.

Vorsitzender Bürgermeister a. D. Helmut Hinrichs aus Sandkrug konnte auf der Jubiläumsfeier als Ehrengäste Konsul Alexander Stankevich vom Hamburger Generalkonsulat der Russischen Föderation, den BDWO- Vorsitzenden Peter Franke, Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler von der Stadt Oldenburg, Landrat Frank Eger vom Landkreis Oldenburg, den Hatter Ratsvorsitzenden Siegfried Dose, Hajo Töllner als Komiteevorsitzender der Gemeinde Hatten sowie Oberstadtdirektor a. D. Heiko Wandscher als einen der Gründungsväter der vor 24 Jahren besiegelten Städtepartnerschaft mit Machatschkala begrüßen. Von den Gründungsmitgliedern waren auch Jürgen Weichardt, Prof. Dr. Klaus Struve und Adolf Dopp aus Oldenburg erschienen, die geehrt wurden und in bewegenden Worten über ihre Motivation berichteten, in Zeiten des Kalten Krieges die Gesellschaft mit zu gründen. Hauptgrund für sie war der Wille zur Völkerverständigung auf bürgerschaftlicher Ebene.

Festgäste zum 30. Geburtstag: Germaid Eilers-Dörfler, Helmut Hinrichs, Adolf Dopp, Klaus Struve, Peter Franke, Alexander Stankevich, Siegfried Dose, Heiko Wandscher, Frank Eger und Hajo Töllner (v.l.), sitzend v.l. Anja und Bernd Lüers mit Viktor Laubach.

Festgäste zum 30. Geburtstag: Germaid Eilers-Dörfler, Helmut Hinrichs, Adolf Dopp, Klaus Struve, Peter Franke, Alexander Stankevich, Siegfried Dose, Heiko Wandscher, Frank Eger und Hajo Töllner (v.l.), sitzend v.l. Anja und Bernd Lüers mit Viktor Laubach.

Vorsitzender Helmut Hinrichs erinnerte in seiner Festansprache an viele Höhepunkte in den letzten 30 Jahren: Bürger- und Jugendreisen in die Sowjetunion/Russische Föderation; Anbahnung und Begleitung – auch in schwierigen Zeiten – der im Jahre 1989 eingegangenen Partnerschaft der Stadt Oldenburg und der Gemeinde Hatten mit der Stadt Machatschkala in Dagestan am Kaspischen Meer, Ballettauftritte des Oldenburgischen Staatstheaters unter der Leitung von Ingrid Colett in Moskau, Machatschkala und anderen Städten, Kunst- und Kulturagentur für Auftritte russischer Künstler in der hiesigen Region sowie politische Veranstaltungen mit russischen Journalisten und Publizisten. Auch die Schulpartnerschaft der Cäcilienschule mit St. Petersburg und die Präsentation „Wirtschaft und Kultur im Oldenburger Land“ im Russsischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin gehörten zu den Höhepunkten in diesen drei Jahrzehnten.

Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler überbrachte in Vertretung von Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner Glückwünsche und als Geburtstagsgeschenk die Zusicherung, dass die Stadt Oldenburg trotz der angespannten Sicherheitslage in Dagestan an der Städtepartnerschaft mit Machatschkala festhalten wird und im Rahmen des Machbaren zu gestalten. Sie betonte, dass die Arbeit der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan dabei einen wesentlichen Beitrag leisten würde. „Wir dürfen mit Ihnen auf engagierte Menschen zählen, die mit „Lust und Leidenschaft“ dabei sind“, so Eilers-Dörfler wörtlich.

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Grußbotschaft entrichteten Siegfried Dose und Hajo Töllner. Peter Franke unterstrich die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements als „Bürgerdiplomatie“ in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation. Dabei sei die Zivilgesellschaft im Rahmen von Städtepartnerschaften auf kommunale Unterstützung angewiesen. Das sei zwischen der GDRD und der Stadt Oldenburg sowie der Gemeinde Hatten vorbildlich gelungen.

Konsul Alexander Stankevich beleuchtete in seinem Grußwort die aktuelle Lage der deutsch-russischen Beziehungen und wünschte sich in der deutschen Berichterstattung zum Teil mehr Objektivität und dass es endlich zu lange angestrebten Visaerleichterungen im Interesse bürgerschaftlicher Begegnungen komme.

Höhepunkt der aktuellen Arbeit der GDRD war in diesem Jahr eine gemeinsam mit der VHS Oldenburg -Außenstellen Hatten und Wardenburg- durchgeführte Veranstaltungsreihe zum Russlandjahr in Deutschland 2012/2013. Mit 12 Veranstaltungen aus Politik, Geschichte, Bildung, Kultur, Musik, Literatur und Reiseberichten wurde versucht, das Interesse am Vielvölkerstaat Russland und seinen Menschen über die Tagespolitik hinaus zu wecken. Außerdem wirkt die GDRD mit beim Aufbau eines deutsch-russsischen Netzwerkes für die Rechte von Menschen mit geistigen Behinderungen unter Einbeziehung der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg, beim wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Ökonomie, bei der Förderung der russischen Sprache und der Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres einer jungen Oldenburgerin in St. Petersburg.

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Vorsitzender Helmut Hinrichs nannte als wichtige Zukunftsaufgaben der GDRD, die Partnerschaft mit Machatschkala im Rahmen des politisch Machbaren auszubauen und ganz allgemein die Jugend und mittlere Generation an eine zivilgesellschaftliche Arbeit heranzuführen. Schließlich sei die Frage zu stellen, ob die Erfolgsgeschichte des deutsch-französischen Jugendwerks nicht auch durch Gründung eines deutsch-russischen Jugendwerks zu einer Erfolgsgeschichte zwischen den Völkern von Russland und Deutschland im Sinne der Völkerverständigung werden könnte, betonte Hinrichs.

Stimmungsvoll musikalisch umrahmt mit russsischer Folklore wurde die Jubiläumsfeier von Anja und Bernd Lüers und Viktor Laubach vom Russischen Volkschors und Balalaikaorchester „Kalinuschka“ aus dem Russischen Dorf in Kirchhatten

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