Dagestan lernt Inklusion in Hatten und Oldenburg


Gäste aus Machatschkala informieren sich in Kommunen und bei gemeinnützigen Werkstätten

Von Peter Biel

Kirchhatten Im russischen Alltag finden Menschen mit Behinderungen noch nicht den Zugang in der Gesellschaft, wie das inzwischen in Deutschland gelungen ist. 2012 beschlossen der Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften (BDWO) und die russische „Unterstützungsorganisation für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen“ den Aufbau eines Netzwerkes für die Rechte von Menschen mit geistigen Behinderungen.

Besuch aus Dagestan: Ayshat Gamzaeva (4. von links) wurde von Vertretern aus Politik und Verwaltung begrüßt.

Besuch aus Dagestan: Ayshat Gamzaeva (4. von links) wurde von Vertretern aus Politik und
Verwaltung begrüßt.

Bürgermeister a. D. Helmut Hinrichs, Vorsitzender der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan (GDRD) und Vorstand Gerhard Wessels von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) waren in den Jahren 2012 und 2014 Teilnehmer an Konferenzen des Kooperationsprojektes in der Russischen Föderation. Sie knüpften dabei Kontakt zu Ayshat Gamzaeva, Vorsitzende der Zivilgesellschaftsorganisation „Leben ohne
Tränen“ in Machatschkala, der Partnerstadt von Oldenburg und Hatten.

Jetzt besuchte Gamzaeva Oldenburg und Hatten, um sich zu informieren, wie in Deutschland der Zugang von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft gefördert wird. Bei einem Empfang im Hatter Rathaus begrüßte Bürgermeister Christian Pundt das Kooperationsprojekt. Gerhard Wessels erläuterte das Programm. Es umfasste unter anderem Informationen über Einrichtungen der GWO, die Vorstellung der Arbeit des Sozialamtes der Stadt Oldenburg und der Agentur für Arbeit Oldenburg sowie Gespräche mit Vertretern der GDRD.

In Oldenburg begrüßte Bürgermeisterin Annelen Meyer die Gäste aus der Kaukasus- Republik. Sie führte aus, dass sich Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung auf der Grundlage der Chancengleichheit verwirklichen können sollen – und dafür auch die notwendige Unterstützung erhalten müssen. Hierbei ginge es um den Abbau von Hürden und Schranken – baulicher Art, aber auch in den Köpfen der Menschen, um eine Veränderung unseres Menschenbildes und damit um das Ermöglichen von Teilhabe in einem viel größeren Umfang als bisher.

Auch die Oldenburger Bürgermeisterin sagte die Unterstützung der Stadt zu. „Es geht konkret um die Verbesserung inklusiver Strukturen“, so Meyer, die den Gästen erläuterte, dass auch Oldenburg selbst mitten drin sei im Prozess hin zu einer inklusiven Gesellschaft.

NWZ, 01.06.2015

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